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To: Peter Feldmann

Frankfurt, Fossil Free!! Wir sind die Vergangenheit der Zukunft..

Mit dieser Petition rufen wir die lokale Regierung dazu auf
1. die städtischen Geldanlagen und Investitionen der Stadt offenzulegen.
2. jegliche neue Investitionen in fossile Brennstoffunternehmen einzufrieren.
3. eigene Anteile an direkten und indirekten Investments innerhalb der nächsten 5 Jahre abzuziehen, d.h. zu deinvestieren. Dazu gehören Aktien, Mischfonds, Unternehmensanleihen und sonstiges Kapital das fossile Brennstoffe beinhaltet.

Why is this important?

Sehr geehrte Peter Feldmann
Sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderats,

Die Stadt Frankfurt hat sich in der Vergangenheit kaum im Klimaschutz gezeigt. Nun hat die Stadt Frankfurt die Möglichkeit eine Vorreiterrolle im Klimaschutz einzunehmen.

Zum Hintergrund: Der kürzlich veröffentlichte neuste Bericht des Weltklimarats spricht eine deutliche Sprache. Wenn wir den Klimawandel auf unter 2º Celsius begrenzen wollen, darf der Großteil der fossilen Energiereserven wie Kohle, Öl und Gas nicht verbrannt werden1. Alles andere würde eine Destabilisierung des Klimas mit katastrophalen Folgen für Mensch und Natur nach sich ziehen. Laut Weltklimarat, müssen Investitionen in fossile Energieträger jährlich um $30 Milliarden reduziert werden, während Investitionen in kohlenstoffarme Energiegewinnung um $147 Milliarden steigen müssen.

Außerdem ist damit zu rechnen, dass Unternehmen im fossilen Sektor in den kommenden Jahren stark an Wert verlieren werden, weil sie ihre Rohstoffvorkommen nicht mehr fördern und verkaufen können. Die Finanzwelt spricht von einer Kohlenstoffblase, die kurz davor ist zu platzen2. Damit stellen Investitionen in fossile Energien ein hohes finanzielles Risiko dar. Die jüngsten Verluste von RWE und Eon verdeutlichen bereits heute, dass das Geschäftsmodell des fossilen Sektors nicht zukunftsfähig ist. Studien der Internationalen Energieagentur3, der Universität Oxford4 sowie verschiedener Großbanken wie HSBC5 oder Citi6 warnen vor Investitionen in diesem Sektor.
Kein Wert wird mehr vom Bedeutung sein.

Überall auf der Welt beginnen daher Städte, Gemeinden, Kirchen, Universitäten, Stiftungen und andere Institutionen ihre Investments aus den 200 größten Kohle-, Erdöl- und Erdgasunternehmen7 abzuziehen. Ein solches Divestment erreicht zweierlei: Einerseits schützt es vor den Gefahren zukünftiger Wertverluste und sichert so nachhaltig die finanzielle Stabilität Ihrer Stadt. Andererseits entzieht es klimaschädlichen Unternehmen die gesellschaftliche Zustimmung und trägt so zu Wandel bei, der aufgrund der Klimakrise notwendig geworden ist.

In den Vereinigten Staaten haben bereits 25 Städte verbindlich beschlossen ihre Anteile an Unternehmen des fossilen Sektors zu verkaufen. Darunter sind Großstädte wie San Francisco oder Seattle. Dagegen steht die Bewegung in Europa noch am Anfang. In den Niederlanden hat sich die Stadt Boxtel Ende 2013 als erste europäische Stadt verbindlich Divestment verschrieben.8 Frankfurt kann nun in Deutschland diese Vorreiterrolle einnehmen und zeigen, dass eine nachhaltige Finanzpolitik mit Rücksicht auf Natur und zukünftige Generationen möglich ist.

Die globale Klimakampagne 350.org arbeitet mit Städten, Universitäten, Kirchen und anderen Institutionen in Europa, USA, Australien, Neuseeland, Kanada und Afrika zusammen, um gemeinsam gegen den Klimawandel und für eine lebenswerte Zukunft einzutreten.

Mir persönlich ist dieses Anliegen wichtig, weil es uns alle Betrifft. Ich hoffe, dass Sie Schritte einleiten, um:

1. Keine neuen Investitionen in fossile Brennstoffe mehr zu tätigen
2. Eigene Anteile an direkten und indirekten Investments innerhalb der nächsten 5 Jahre abzustoßen. Dazu gehören Aktien, Mischfonds, Unternehmensanleihen und sonstiges Kapital das Erdöl-, Erdgas- und Kohleunternehmen beinhaltet.

Die Natur ist uns nichts Schuldig , wir müssen Verantwortung für unser bisheriges Handeln übernehmen!

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und stehe Ihnen für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Anastasia Andrejic

Quellenangaben
1. Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)
http://www.ipcc.ch/report/ar5/wg3/
2. Artikel zum Finanzrisiko Kohlenstoffblase in der Zeit: http://www.zeit.de/2014/08/carbon-bubble-rohstoff-blase
3. Internationale Energieagentur. World Energy Outlook 2012: http://www.iea.org/publications/freepublications/publication/German.pdf
4. Smith School of Enterprise and Environment, Oxford. Stranded Assets Programme http://www.smithschool.ox.ac.uk/research/stranded-assets/
5. HSBC, Coal and Carbon - Stranded assets: Assessing the risks https://www.research.hsbc.com/midas/Res/RDV?p=pdf&key=dXwE9bC8qs&n=333473.PDF
6. http://www.theguardian.com/environment/2013/apr/19/carbon-bubble-financial-crash-crisis
7. Liste der Top 200 Kohle-, Erdöl-, Erdgasunternehmen weltweit:
https://docs.google.com/a/350.org/spreadsheets/d/1an9qOSE2uG4XuzeA4ltUVadDawheTWdJGKRpU5ayCJk/pubhtml
8. Eine Liste der Städte, Universitäten, Kirchen und anderer Institutionen die sich Divestment verschrieben haben: http://gofossilfree.org/commitments/

How it will be delivered

Persöhnlich.

Frankfurt am Main, Germany

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