Fossil Free Städte

Wir rufen unsere Städte dazu auf klimaschädliche Investments zu beenden und stattdessen in eine post-fossile Gesellschaft zu investieren.

1. Sende einen offenen Brief an deine*n Bürgermeister*in
Bürger*innen aus deutschen Städten und Kommunen können jetzt eine Briefvorlage verwenden, um ihre*n Bürgermeister*in und den Stadtrat über Divestment von Kohle, Öl und Gas zu informieren und so eine lokale Kampagne zu starten.

Finde einfach den Namen und die Adresse der politischen Entscheidungsträger*innen heraus, passe den Brief an deine Stadt an und füge Informationen über den städtischen Haushalt hinzu (falls bekannt). Schicke den Brief ab und sende auch eine Version an die lokale Presse, um den Brief öffentlich zu machen.

https://docs.google.com/a/350.org/document/edit?id=1D86MG3Zmy4kTI4pX22Ko0hC09DbfZ19TJqUQbU4AP7s

2. Sammle Unterschriften für den offenen Brief.
Den Brief zu schicken, ist nur der erste Schritt.

Der nächste Schritt ist breite Unterstützung für deine Forderungen zu erhalten. Denk an die verschiedenen Organisationen, an Kirchen, Geschäfte und Gemeindegruppen vor Ort, die die Petition unterstützen könnten.

Dafür kannst du eine online Version deines Briefes mit dieser Petitionsseite kreieren. Es ist wirklich einfach. Dann Teile den Link zum Petitionsbrief mit Verbündeten, Freund*innen und Familie. Bitte sie darum, den Link weiter zu verbreiten.

Als lokale*r Campaigner*in wirst du die Kampagne in deiner Stadt vertreten, du wirst Unterstützer*innen finden und die gesammelten Unterschriften der Petition deine*r Bürgermeister*in übergeben. Wir werden dich bei jedem Schritt unterstützen.

Mit Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet bauen wir lokalen Druck für gerechten Wandel auf. Wir brauchen Menschen wie dich, die aufstehen und lokale Kampagnen zum Erfolg führen.

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Campaigns (14)

  • Berlin
    Fossil Free Berlin - Offener Brief
    Im Rahmen des Global Divestment Day und als Auftakt der städtischen Divestmentkampagne Berlin wurde der offene Brief von Klimawissenschaftlern, Politikern, Ärzten, Soziologen, Künstlern und Bürgern unterzeichnet. Alle Unterzeichner*innen und den gesamten Brief findest du hier: http://gofossilfree.org/de/divest-berlin-stadtkampagne/
    1,529 of 2,000 Signatures
    Created by Christine Langkamp
  • Heidelberg
    Die Stadt Heidelberg soll sich zu einem klimafreundlichen Finanz- und Anlagemanagement bekennen
    Begründung: Spätestens die Dürre dieses Sommers hat uns gezeigt, dass der Klimwandel mitten in Deutschland angekommen ist. Wir haben einen ersten Vorgeschmack bekommen, welchen Druck der Klimawandel auf unsere Landwirtschaft und Gesellschaft ausüben kann. Die extemen Unwetter häufen sich hierzulande genauso wie die "Jahrhundertstürme" an den Küsten Amerikas und Asiens. Allein für Deutschland rechnet die Münchener Rückversicherung bis 2050 mt 800 Milliarden Euro Klimafolgeschäden. Hunderte Millionen von Menschen in den Ländern des globalen Südens sehen das Land unter ihren Füßen durch die Ausbreitung der Wüsten und den Anstieg des Meeresspiegels bedroht. Die Weltbank beziffert die Anzahl der Klimaflüchtlinge bis 2050 mit 140 Millionen. Die internationale Staatengemeinschaft hat sich, um die katastrophalen Folgen eines noch gefährlicheren Klimawandels abzuwenden, 2015 in Paris verpflichtet, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Die Ziele, die sich die Staaten allerdings auferlegt haben, führen uns auf einen Pfad, der bis 2100 eine Erwärmung um über 3 Grad Celsius bedeutet. Um die Klimakrise noch aufhalten zu können, müssen die Klimaschutzbemühungen der Staaten also deutlich verschärft werden. Der bestehende wissenschaftliche Konsens besagt, wenn wir den Temperaturanstieg unter 2°C halten wollen, müssen wir dafür sorgen, dass 80% der bekannten Vorkommen fossiler Brennstoffe unter der Erde bleiben. Erdöl-, Kohle- und Gaskonzerne verheizen aber weiterhin ohne Rücksicht auf unsere Lebensgrundlagen und auf zukünftie Generationen in alarmierendem Tempo die bestehenden Vorkommen und geben Milliarden aus, um noch mehr fossile Brennstoffe zu finden. Dabei schrecken sie auch nicht vor hochriskanten und umweltzerstörenden Methoden wie Fracking, Mountain Top Removal, Tagebau, Offshore Drilling und dem Abbau von Teersanden zurück. Daraus ziehen viele dem Gemeinwohl und der Gesellschaft verpflichtete Akteure, wie Städte Kommunden, Universitäten, Kirchen, Stiftungen und auch FInanzinstitute bereits Konsequenzen. Sie investieren nicht mehr in fossile Energien und in Unternehmen, die fossile Energieträger erschließen, abbauen oder verfeuern. Das ist der Grundgedanke von Fossil Free! In Deutschland haben sich unter anderem schon Göttingen, Münster, Berlin, Bremen und die Universitäten Göttingen und Münster dem Divestement angeschlossen. Es ist nun an der Zeit für die Stadt Heidelberg, den Aufruf der Brügermeister von London, Sadiq Khan, und New York, Bill de Blasio, zu hören und sich öffentlich und verbindlich zu einem klimafreundlichen Finanz- und Anlagemanagement zu bekennen. Mehr Informationen unter: https://fossilfreeheidelberg.stura.uni-heidelberg.de/
    136 of 200 Signatures
    Created by LIsa-Marie Zoller
  • Karlsruhe
    Sehr geehrter Herr Dr. Frank Mentrup Sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderats, Die Stadt Karlsruhe hat schon in der Vergangenheit besonderes Engagement im Klimaschutz gezeigt..Nun hat die Stadt Karlsruhe wieder die Möglichkeit eine Vorreiterrolle im Klimaschutz einzunehmen. Zum Hintergrund: Der kürzlich veröffentlichte neuste Bericht des Weltklimarats spricht eine deutliche Sprache. Wenn wir den Klimawandel auf unter 2º Celsius begrenzen wollen, darf der Großteil der fossilen Energiereserven wie Kohle, Öl und Gas nicht verbrannt werden. Alles andere würde eine Destabilisierung des Klimas mit katastrophalen Folgen für Mensch und Natur nach sich ziehen. Laut Weltklimarat, müssen Investitionen in fossile Energieträger jährlich um $30 Milliarden reduziert werden, während Investitionen in kohlenstoffarme Energiegewinnung um $147 Milliarden steigen müssen. Außerdem ist damit zu rechnen, dass Unternehmen im fossilen Sektor in den kommenden Jahren stark an Wert verlieren werden, weil sie ihre Rohstoffvorkommen nicht mehr fördern und verkaufen können. Die Finanzwelt spricht von einer Kohlenstoffblase, die kurz davor ist zu platzen. Damit stellen Investitionen in fossile Energien ein hohes finanzielles Risiko dar. Die jüngsten Verluste von RWE und Eon verdeutlichen bereits heute, dass das Geschäftsmodell des fossilen Sektors nicht zukunftsfähig ist. Studien der Internationalen Energieagentur, der Universität Oxford sowie verschiedener Großbanken wie HSBC oder Citi warnen vor Investitionen in diesem Sektor. Überall auf der Welt beginnen daher Städte, Gemeinden, Kirchen, Universitäten, Stiftungen und andere Institutionen ihre Investments aus den 200 größten Kohle-, Erdöl- und Erdgasunternehmen abzuziehen. Ein solches Divestment erreicht zweierlei: Einerseits schützt es vor den Gefahren zukünftiger Wertverluste und sichert so nachhaltig die finanzielle Stabilität Ihrer Stadt. Andererseits entzieht es klimaschädlichen Unternehmen die gesellschaftliche Zustimmung und trägt so zu Wandel bei, der aufgrund der Klimakrise notwendig geworden ist. In den Vereinigten Staaten haben bereits 25 Städte verbindlich beschlossen ihre Anteile an Unternehmen des fossilen Sektors zu verkaufen. Darunter sind Großstädte wie San Francisco oder Seattle. Dagegen steht die Bewegung in Europa noch am Anfang. In den Niederlanden hat sich die Stadt Boxtel Ende 2013 als erste europäische Stadt verbindlich Divestment verschrieben. Karlsruhe kann nun in Deutschland diese Vorreiterrolle einnehmen und zeigen, dass eine nachhaltige Finanzpolitik mit Rücksicht auf Natur und zukünftige Generationen möglich ist. Die globale Klimakampagne 350.org arbeitet mit Städten, Universitäten, Kirchen und anderen Institutionen in Europa, USA, Australien, Neuseeland, Kanada und Afrika zusammen, um gemeinsam gegen den Klimawandel und für eine lebenswerte Zukunft einzutreten. Mir persönlich ist dieses Anliegen wichtig, weil ich Karlsruhe schätze und gerne hier wohne. Ich hoffe, dass Sie Schritte einleiten, um: Keine neuen Investitionen in fossile Brennstoffe mehr zu tätigen Eigene Anteile an direkten und indirekten Investments innerhalb der nächsten 5 Jahre abzustoßen. Dazu gehören Aktien, Mischfonds, Unternehmensanleihen und sonstiges Kapital das Erdöl-, Erdgas- und Kohleunternehmen beinhaltet. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und stehe Ihnen für Rückfragen zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen, Martin Kühnemundt Quellenangaben 1. Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) http://www.ipcc.ch/report/ar5/wg3/ 2. Artikel zum Finanzrisiko Kohlenstoffblase in der Zeit: http://www.zeit.de/2014/08/carbon-bubble-rohstoff-blase 3. Internationale Energieagentur. World Energy Outlook 2012: http://www.iea.org/publications/freepublications/publication/German.pdf 4. Smith School of Enterprise and Environment, Oxford. Stranded Assets Programme http://www.smithschool.ox.ac.uk/research/stranded-assets/ 5. HSBC, Coal and Carbon - Stranded assets: Assessing the risks https://www.research.hsbc.com/midas/Res/RDV?p=pdf&key=dXwE9bC8qs&n=333473.PDF 6. http://www.theguardian.com/environment/2013/apr/19/carbon-bubble-financial-crash-crisis 7. Liste der Top 200 Kohle-, Erdöl-, Erdgasunternehmen weltweit: https://docs.google.com/a/350.org/spreadsheets/d/1an9qOSE2uG4XuzeA4ltUVadDawheTWdJGKRpU5ayCJk/pubhtml 8. Eine Liste der Städte, Universitäten, Kirchen und anderer Institutionen die sich Divestment verschrieben haben: http://gofossilfree.org/commitments/
    233 of 300 Signatures
    Created by Martin Kühnemundt
  • KN
    Konstanz - öffentliche Investitionen raus aus fossilen Brennstoffen
    Die Klimakrise und ihre Folgen stellen eine akute Gefahr für unsere Gesellschaften dar. Die globale Temperatur steigt kontinuierlich an. Schon heute sind die zerstörerischen Folgen dieser Entwicklung auch bei uns spürbar. Dazu gehören immer mehr extreme Hitzeperioden in europäischen Städten genauso wie die Jahrhundertfluten, die inzwischen alle 10 Jahre auftreten. Bei der “Jahrhundertflut” 2013 waren neun Bundesländer betroffen, in 55 Landkreisen musste Katastrophenalarm ausgerufen werden, Zehntausende Menschen mussten für Wochen ihre Wohnungen verlassen. Das Klima verändert sich buchstäblich vor unseren Augen. Beinahe alle Regierungen der Welt stimmen heute überein, dass eine Erwärmung um mehr als 2°C gefährlich wäre und durch katastrophale Rückkopplungen dazu führen könnte, dass auf unserem Planeten menschliches Leben unmöglich wird. Gleichzeitig bleiben uns nur noch weniger als 10 Jahre die entscheidenden Schritte einzuleiten um das 2° Ziel noch zu erreichen und eine sich immer weiter selbst verstärkende Erwärmung zu verhindern. Dazu müssen wir dafür sorgen, dass 80% aller heute bekannten Vorkommen fossiler Brennstoffe unter der Erde bleiben. Erdölkonzerne erschließen jedoch immer schneller die bestehenden Vorkommen und geben gleichzeitig Milliarden aus, um immer mehr fossile Brennstoffe zu finden. Wenn wir so weitermachen wie bisher, ist die Welt auf bestem Wege, fünfmal soviel fossile Brennstoffe zu verbrennen wie laut vorsichtigen Schätzungen „sicher“ wären.
    289 of 300 Signatures
    Created by Felix Müller Picture